Energiesparen? Da geht noch was – So sparen Sie richtig ein!

Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Geldbeutel und die Umwelt schonen können.
Und das Beste: Viele Tipps lassen sich ganz einfach umsetzen. Machen Sie mit; werden Sie Ihr eigener Energiedetektiv und entdecken Sie Ihr Sparpotential!

Nutzen Sie das Tageslicht vollständig.

Richten Sie Ihr Zuhause so ein, dass Sie möglichst viel Tageslicht nutzen können. Umso weniger künstliches Licht ist nötig. Lassen Sie die Fenster regelmäßig putzen. Stellen Sie keine Gegenstände vor die Fenster. Lassen Sie die Lampen und Reflektoren mindestens einmal jährlich reinigen. Achten sie darauf, dass sich die Lichtschalter leicht den Lampen zuordnen lassen und nah am Arbeitsplatz angeordnet sind.

 

Reduzieren Sie die Beleuchtungsdauer.

Vermeiden Sie "Festbeleuchtung" im ganzen Haus: Wählen Sie die Beleuchtungsstärke selektiv, also zum Beispiel hoch am Arbeitsplatz und niedrig für die allgemeine Beleuchtung. Schalten Sie das Licht aus, wenn Sie einen Raum für längere Zeit verlassen. 

Zeitschaltuhren, Bewegungsmelder und Lichtschranken schalten die Beleuchtung in nur kurzzeitig aufgesuchten Räumen/Bereichen zuverlässig ab. Auch Leuchtstofflampen können in Pausen, die länger als 5 Minuten dauern, abgeschaltet werden. Durch eine konsequente Umsetzung der Maßnahmen kann eine Stromverbrauchsminderung der Beleuchtung von 5 bis 60 % erreicht werden. Die Amortisationsdauer liegt unter einem Jahr.


Verwenden Sie die richtigen Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen

Leuchtstofflampen mit elektronischen Vorschaltgeräten (statt konventioneller Vorschaltgeräte) sind meist die wirtschaftlich optimaleren Beleuchtungsanlagen. Sie sind flimmerfrei, haben eine höhere Lichtausbeute und längere Lebensdauer bei gleichzeitig reduziertem Energieverbrauch. Bei einem Tausch der Vorschaltgeräte erreichen Sie eine Stromverbrauchsreduzierung um etwa 10 bis 20 %.
Bei einem Lampentausch durch neue Lampentypen (Dreibanden-Lampe) können Sie 8 bis 30 % Energie einsparen. Durch den Austausch einfacher Rasterleuchten mit konventionellen Vorschaltgeräten durch Spiegelreflektorleuchten mit elektronischen Vorschaltgeräten ergibt sich für Sie ein Stromsparpotenzial von bis zu 30 %.

 

Nutzen Sie Energiesparlampen.

LED-Lampen sind die zur Zeit energiesparendste und nachhaltigste Alternative zu herkömmlichen Glühbirnen. Denn im Vergleich zur Glühbirne, die den Großteil ihres Energieverbrauchs für Wärme verschwendet, produziert die LED-Lampe einfach nur das was sie soll - nämlich helles Licht. So benötigt eine LED-Lampe für die Erzeugung derselben Helligkeit 90% weniger Energie als die Glühbirne! Diese effiziente Energienutzung schont dabei nicht nur unsere Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel durch niedrigeren Stromverbrauch. Gegenüber den sogenannten Energiesparlampen hat eine LED neben einem niedrigerem Stromverbrauch außerdem noch einen enormen Vorteil: Die LED-Lampe erreicht sofort 100% ihrer Helligkeit und benötigt keine Aufwärmphase.

Absolute Stromfresser sind Halogenstandleuchten, deren Trafos nicht mit dem Lichtschalter ausgeschaltet werden können. Das können Sie am ständig warmen Netzteil erkennen. Ersetzen Sie diese besonders zur gezielten Objektbeleuchtung geeigneten Lampen durch LED- Strahler.

 

Achten Sie auf die Raum- und Arbeitsplatzgestaltung.

Passen Sie die Lichtintensität den Erfordernissen an: Schaffen Sie variable Kombinationen zwischen Einzelplatzbeleuchtung und Allgemeinbeleuchtung. Bevorzugen Sie helle Wand- und Deckenanstriche. Die Montagehöhe der Leuchten sollte dem zu beleuchtenden Ort angepasst sein. Große Beleuchtungsanlagen sollten in Zonen eingeteilt sein, um bei Vor- und Nacharbeiten bzw. unterschiedlicher Raumnutzung nicht benötigte Lampen abschalten zu können.

 

Raumgestaltung

Halten Sie Wände, Decken und Fußböden glatt und in einer möglichst hellen Farbe so dass sie das Licht reflektieren. Während eine helle glatte Wand etwa 80 Prozent des Lichts zurückwirft, schlucken dunkle Vorhänge fast die Hälfte. Auch helle und reflektierende Lampenschirme verstärken  die Beleuchtungswirkung.

Stellen Sie die empfohlene, angenehme Raumtemperatur ein.

Raumtemperaturen laut Arbeitsstättenrichtlinie: Büro: 20 °C, Verkaufsraum: 19 °C, Flure und Treppen: 18 °C. Sie reduzieren Ihre Heizenergiekosten um ca. 6 % je abgesenktem °C Raumtemperatur.

Nutzen Sie die Regelmöglichkeiten optimal.

Passen Sie die Raumtemperaturen den zeitlichen und örtlichen Bedürfnissen durch Nacht- und Wochenendabsenkungen an. Beheizen Sie selten benutzte Bereiche nur minimal. Prüfen Sie, ob die eingestellte Heizkennlinie dem aktuellen Bedarf entspricht.
Nutzen Sie Thermostatventile nicht als Ein/Aus-Schalter. Entlüften Sie die Heizkörper regelmäßig. Achten Sie auf die richtige Dimensionierung der Umwälzpumpen (Faustregel: elektrische Leistung = 1/1000 der installierten Heizleistung). Nutzen Sie Wochenschaltuhren, um die Pumpen bedarfsgerecht zu betreiben (Amortisationsdauer: < 1 Jahr).


Lüften Sie richtig.

Lüften Sie Räume niemals ständig durch gekippte Fenster. Stoßlüftungen bei kurzeitigem Senken der eingestellten Raumtemperatur sind energetisch sinnvoller. Betreiben Sie Luftabsaugungen (Küche, Toilette) zeit- oder lichtgesteuert.


Vermeiden Sie Verluste.

Isolieren Sie die Rohrleitungen und Armaturen, dadurch sind bis zu 70 % der Wärmeverluste  vermeidbar. Bei Leitungsisolationen ab 4 cm Dicke ist eine Heizenergieeinsparung von etwa 10 % erreichbar. Erwägen Sie den Einbau von Isolierglas in Schaufenstern, dadurch können Sie die Wärmeverluste gegenüber der Einfachverglasung drastisch reduzieren.


Nutzen Sie effiziente Heizsysteme.

Achten Sie bei der Erneuerung von Heizsystemen auf einen möglichst hohen Wirkungsgrad und geringe Betriebskosten. Besonders geringe Energiekosten haben Elektro-Wärmepumpen, die drei Viertel der benötigten Wärme der Umwelt entnehmen. Auch besteht mit Wärmepumpen die Möglichkeit einer Abwärmenutzung.

 

Dichten Sie das Gebäude ab.

Neben der Wärmedämmung des Gebäudes haben die Lüftungsverluste einen erheblichen Einfluss auf den Heizenergieverbrauch. Kontrollieren Sie regelmäßig die Dichtigkeit von Fenstern und Türen. Auch andere Undichtheiten am Gebäude sind sofort zu beseitigen.
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Absenken der Warmwassertemperatur so weit wie möglich

Regeln Sie die Wassertemperatur zwischen 50 und 60 °C ein. Dies genügt den meisten Anforderungen und begrenzt starken Kalkausfall, der ab 55 °C beginnt. Zusätzlich sinken die Bereitschaftsverluste.
Geringere Temperaturen sind wegen der Gefahr einer Legionellenbildung nicht empfehlenswert. Legionellen bilden sich in Warmwasserspeichern bei Temperaturen zwischen 30 und 45 °C.

 

Verwenden Sie sparsame Armaturen mit Komfort.

Nutzen Sie Perlatoren und Einhebelmischer. Perlatoren reduzieren Ihren Warmwasserverbrauch um bis zu 50 %. Durch den Einsatz von Einhebelmischern gegenüber normalen Zweigriff-Armaturen haben Sie bis zu 20 % weniger Warmwasserverbrauch. Die Amortisationsdauer liegt unter 2 Jahren.

 

Beseitigen Sie Leckagen schnellstens.

Ein tropfender Wasserhahn (5 l/Tag) verursacht etwa 2 m³ Wasserverlust und bis zu 100 kWh Energieverlust pro Jahr.

 

Bereiten Sie Warmwasser am Verbrauchsort.

Bei weit auseinander liegenden Zapfstellen empfiehlt sich eine dezentrale elektrische Warmwasserbereitung (z. B. Durchlauferhitzer). Diese ist vor allem bei geringen Verbräuchen effizienter als eine zentrale Anlage.

 

Isolieren Sie die Speicher, Warmwasser- und Zirkulationsleitungen.

Die Dämmung der Speicher soll mindestens 5 cm betragen. Warmwasserleitungen sind über die gesamte Länge zu dämmen. Die Stärke der Dämmung sollte dem Leitungsdurchmesser entsprechen.

 

Schalten Sie Zirkulationspumpen außerhalb der Nutzungszeiten ab.

Die Warmwasserzirkulation ermöglicht die schnelle Bereitstellung von Warmwasser an den Zapfstellen. Allerdings erhöhen sich durch die Zirkulation die Rohrleitungsverluste. Die Zirkulationspumpen benötigen Strom als Antriebsenergie.
Schalten Sie deshalb die Zirkulation in der Nacht und außerhalb der Nutzungszeit (z. B. an Wochenenden) ab. Hierfür eignen sich programmierbare Schaltuhren. Auch die Abschaltung einzelner Stränge in größeren Gebäuden ist möglich.


Öfter mal Duschen statt Baden

Die Energiekosten für ein Vollbad sind ungefähr dreimal höher als für das Duschen. Ein 4-Personen-Haushalt kann im Jahr leicht EUR 150,- Energie- und Wasserkosten sparen, wenn öfter die Dusche statt der Badewanne benutzt wird.

Viele Geräte befinden sich tagein, tagaus im „Stand-by“-Modus und verbrauchen auch dann noch Strom, wenn sie eigentlich nicht gebraucht werden. In einem 4-Personen-Haushalt kommen so im Jahr leicht EUR 100,- zusammen. Eine Steckdosenleiste mit Ausschalter ist hier schon Gold wert, so können Sie die "Stromfresser" per Knopfdruck komplett vom Netz trennen.

Achtung  Kleingeräte (elektrische Zahnbürste, Radiowecker, Brotschneidemaschine) und Zusatzgeräte (Drucker, Scanner, Lautsprecher, Blu-Ray-Player) verbrauchen zusammen genommen knapp 20% des Haushaltstroms und saugen ständig Strom, so lange sie an die Versorgung angeschlossen sind.  Also welche Geräte werden tatsächlich wann benötigt? Ziehen Sie lieber den Stecker.

Schalten Sie den Computer und andere Geräte erst ein, wenn Sie tatsächlich mit der Arbeit beginnen. Auch bei einer Pause von nur 30 Minuten lohnt es sich, die Geräte abzuschalten.

Trennen Sie Ladegeräte immer vom Netz, wenn sie nicht benötigt werden, das gilt zum Beispiel für Handy-, Rasierapparat- und Akkuladegerät.

Wenn Geräte wie Dimmschalter oder Netzteile warm werden, fließt Strom. Die Faustregel: Ein handwarmes Gerät "zieht" immer 5 Watt Strom – das macht rund 9 Euro im Jahr aus.
Schalten Sie vor dem Urlaub alle Geräte aus.

 

 

Besonders verbrauchsintensive Haushaltsgeräte werden in Energieeffizienzklassen eingeteilt. Dies erleichtert es Ihnen, sich beim Kauf für ein sparsames Gerät zu entscheiden. Bei der Neuanschaffung von Haushaltsgeräten lohnt es sich, auf die Energieeffizienz zu achten. Die höchste Energieklasse A +++ bezeichnet Elektrogeräte, die bis zu 60 Prozent weniger Energie verbrauchen als vergleichbare Geräte der Klasse A.

Die Waschwirkung von Waschmitteln ist heute so gut, dass Ihre Kochwäsche auch bei 60°C sauber wird. Beladen Sie Ihre Waschmaschine je nach Programmvorgabe so voll wie möglich. Schon für die Einsparung einer Trommel Wäsche könnten Sie beispielsweise 7 Stunden Fernsehen oder 70 Tassen Kaffee kochen! Verzichten Sie bei normal verschmutzter Wäsche auf den Vorwaschgang. Nutzen Sie Energiesparprogramm oder die Spezialprogramme Ihrer Waschmaschine.

Tipp: Gut geschleuderte Wäsche benötigt weniger Zeit und Strom zum Trocknen. Ein Großteil der Energie beim Waschen wird für die Erwärmung des Wassers gebraucht. Hier kann also durch einen Warmwasseranschluss der Waschmaschine gespart werden. Beladen Sie den Trockner immer vollständig. Reinigen Sie nach jedem Trockenvorgang das Flusensieb, das verkürzt die Trocknungszeiten. Generell gilt: Ein Ablufttrockner hat einen geringeren Energieverbrauch als ein Kondensationstrockner.

Lassen Sie spülen! Moderne Geschirrspüler benötigen heute nur noch gerade mal 13 Liter Wasser, um bis zu 14 Maßgedecke sauber zu spülen. Das ist etwa die Hälfte dessen, was für das Spülen von Hand benötigt wird. So sparen Sie also nicht nur jede Menge Wasser, sondern auch noch bis zu 50 % Energie. 

Es ist nicht nötig das Geschirr vorzuspülen. Gute Maschinen erzielen auch bei der reinen Entfernung von gröberen Speiseresten ein sehr gutes Ergebnis. Passen Sie das Spülmaschinenprogramm an - je nachdem wie schmutzig das Geschirr ist; nutzen Sie zum Beispiel Sparprogramme, wenn das Geschirr nur leicht verschmutzt ist. Lassen Sie die Spülmaschine immer erst laufen, wenn Sie voll ist.

Setzen Sie auf jeden Topf den passenden Deckel. Das Kochen mit Deckel hält mehr Wärme im Gefäß. Das bedeutet eine niedrigere Temperatur der Herdplatte und eine deutliche Energieeinsparung.

Wählen Sie die Größe Ihres Kochgeschirrs passend zum Durchmesser der Kochstelle aus. Verwenden Sie beim Kochen möglichst wenig Flüssigkeit, das verkürzt die Zubereitungszeit Ihrer Speisen. Sparen Sie Strom, indem Sie den Wasserkocher beim Kochen mit einbeziehen – zum Beispiel für Spaghettiwasser.
Nutzen Sie bei langer Garzeit den Schnellkochtopf.
Heizen Sie den Backofen nicht vor. Umluft ermöglicht garen auf mehreren Ebenen. 
Schalten Sie Platten und Backofen ruhig 5 – 10 Minuten vor Ende der Garzeit ab und nutzen Sie die Nachwärme.
Erwärmen Sie die Speisen direkt im Serviergeschirr.
Sollen gefrorene Lebensmittel zum Kochen verwendet werden, so hilft das rechtzeitige Auftauen Energie zu sparen. Dies sollte nicht erst im Backofen oder in der Mikrowelle geschehen, um längere Einsatzzeiten zu vermeiden.

Kontrollieren Sie auch regelmäßig die Temperatureinstellung. Die optimale Temperatur liegt zwischen 5° und 7° Grad. Sie kann mit einem handelsüblichen Thermometer im Kühlschrank gemessen und meist durch einen Drehschalter verändert werden. Für Gefriergeräte reicht eine Temperatur von -18°C.

Die Tür des Kühlschranks nur so kurz wie nötig öffnen, da eindringende warme Luft leicht zur Eisbildung und damit zur Erhöhung des Stromverbrauchs führt. Für den Ort des Kühlschranks gilt: Der Platz neben der Heizung, dem Herd oder der Geschirrspülmaschine ist tabu! Vielmehr ist ein möglichst kühler Platz der effektivste. Dabei sollte auch auf direkte Sonneneinstrahlung geachtet werden.

Achten Sie darauf, dass Kühl- und Gefriergeräte nicht zu dicht an der Wand stehen und an der Rückseite gut belüftet sind. So kann die Wärme, die produzieren wird, besser in den Raum abgegeben werden, das spart Energie.

Regelmäßiges Reinigen und Abtauen hilft Ihnen, den Stromverbrauch so gering wie möglich zu halten.

Lassen Sie heiße oder warme Speisen abkühlen, bevor Sie diese in den Kühlschrank oder das Gefriergerät stellen.

Tiefkühlware vor der Zubereitung im Kühlschrank auftauen lassen.

Stellen Sie den Kühlschrank auf die kleinste Stufe, wenn Sie in Urlaub fahren. Oder schalten Sie ihn ab - dann aber auf jeden Fall die Tür offen stehen lassen.

 

 

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