Verträge für Breitbandausbau Vogtland-Nord unterzeichnet
06.07.2018

Am Mittwoch ist der Startschuss für den Breitbandausbau Vogtland-Nord in Lengenfeld gefallen. Im Unternehmen Kobra Formen wurden die Fördermittelbescheide im Auftrag des Bundes von der atene KOM GmbH, einem Beratungs- und Projektentwicklungsunternehmen, sowie Ministerpräsident Michael Kretschmer überreicht und die Verträge unterschrieben.

Der Vogtlandkreis hat sich bereits frühzeitig für die bessere Breitbandversorgung stark gemacht und dafür auf Kreisebene die Koordinierung übernommen. Eine Kombination aus Bundes- und Landesförderung ermöglicht es, auch Gebiete zu erschließen, in denen ein Ausbau durch die Netzbetreiber wirtschaftlich nicht tragfähig ist. Das Projektgebiet Vogtland-Nord umfasst unter anderem Teile von Plauen. Den Zuschlag für den Ausbau in den Wohngebieten und im Industriegebiet Oberlosa erhielten die Stadtwerke Strom Plauen. Der örtliche Strom- und Multimedianbieter wird in den nächsten zwei Jahren etwa 3.500 Haushalte und 500 Gewerbeeinheiten erschließen. Dafür werden 150 Kilometer Glasfaserkabel verlegt.

Glasfaser bis ins Haus ermöglicht eine Datenübertragungsrate bis zu 1 Gigabit pro Sekunde im Download und bis zu 500 Megabit im Upload. Das biete beste Voraussetzungen für viele digitale Anwendungen wie Video-Streaming oder Smart-Home. Auch für die Wirtschaft ist der Glasfaserausbau ein wichtiger Standortfaktor, in einer Welt, in der ein schneller Datenaustausch unverzichtbar ist.

Das Projekt Vogtland-Nord hat ein Gesamtvolumen von rund 26 Millionen Euro. 50 Prozent und damit 13,17 Millionen Euro kommen aus der Bundesförderung. Über 40 Prozent und damit 10,4 Millionen Euro aus dem Programm "Digitale Offensive Sachsen" schießt der Freistaat Sachsen zum Glasfaserausbau im Vogtland zu.

"Wir freuen uns, dass wir den Zuschlag für den Glasfaserausbau in der Spitzenstadt erhalten haben", sagt Stadtwerke Geschäftsführer Peter Kober. Das Unternehmen investiert seit 2016 in moderne Breitbandinfrastrukturen und hat bereits weite Teile der Plauener Innenstadt erschlossen. „Diesen Weg wollen wir nun fortführen, um Plauen flächendeckend für die Zukunft zu rüsten“, resümiert Peter Kober.

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