Stadtwerke Strom Plauen investieren mehrere Millionen Euro in moderne Infrastrukturen
28.08.2018

Die Stadtwerke Strom Plauen stehen für eine effektive und zuverlässige Stromversorgung in der Spitzenstadt. Damit das auch perspektivisch so bleibt investiert das Unternehmen in diesem Jahr über eine Million Euro in das Elektrizitätsversorgungsnetz der Kommune. Insgesamt sieht der Investitionsplan den Tausch von 2 Trafostationen und die Verlegung von zwölftausend Metern Mittel- und Niederspannungskabeln vor.

„Unser Stromnetz kontinuierlich weiter zu entwickeln und strategisch für künftige Anforderungen auszubauen, ist ein wichtiger Grundsatz. Dabei legen wir auf Sicherheit höchsten Wert“, so Peter Kober, Geschäftsführer der Stadtwerke Strom Plauen, die Eigentümer des Stromnetzes in der Stadt Plauen sind.

Eines der wichtigsten Projekte im laufenden Jahr ist der sogenannte äußere Ringschluss im 10-kV-Mittelspannungsnetz vom Gewerbegebiet Oberlosa zum Umspannwerk in Droßdorf. Aufgrund der positiven Entwicklung im produzierenden Gewerbe wird hier zur Erhöhung der Versorgungskapazitäten eine neue Doppelkabeltrasse über 3,5 Kilometer Länge verlegt. Rund 550.000 Euro werden in das bis 2019 andauernde Vorhaben investiert. 

In Koordinierung mit dem kommunalen Straßenbau ersetzen Fachpartner aus dem Vogtland momentan im Bereich der Annen-, Krausen- und Tischerstraße Niederspannungskabelanlagen und Hausanschlüsse. Im Bereich der Moltkestraße erfolgte der Ersatz der technologisch veralteten Transformatoren-Station durch eine neue Kompakttrafostation. Diese hat deutlich geringere Abmessungen, damit auch weniger Platzbedarf als der Vorgängerbau und wird „schlüsselfertig“ per LKW geliefert. „Eine gute Partnerschaft mit heimischen Fachbetrieben ist eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen unserer Vorhaben“, sagt Peter Kober, Geschäftsführer der Stadtwerke Strom Plauen.

Während der Baumaßnahmen kommt es an vielen Stellen zu planmäßigen Unterbrechungen der Stromversorgung, die aus netztechnischen Gründen unvermeidlich sind. Der Netzbetreiber der Stadtwerke Strom Plauen,
Plauen NETZ, ist bestrebt, die Versorgungsunterbrechungen gering wie möglich zu halten und bittet die betroffenen Kunden um Verständnis. Diese werden über Zeitpunkt und Umfang der Stromabschaltungen vorab rechtzeitig informiert.

Stadtwerke Strom Plauen rüsten Spitzenstadt für digitale Zukunft

Auch im Bereich Multimedia investieren die Stadtwerke kräftig. Am 04. Juli ist der Startschuss für den Breitbandausbau Vogtland-Nord gefallen. Im Auftrag des Bundes wurden die Fördermittelanträge von der atene KOM GmbH, einem Beratungs- und Projektentwicklungsunternehmen, sowie Ministerpräsident Michael Kretschmer an das Landratsamt überreicht und die Verträge unterschrieben. Die Kombination aus Bundes- und Landesförderung ermöglicht es, Gebiete zu erschließen, in denen ein Ausbau durch die Netzbetreiber wirtschaftlich nicht tragfähig ist. Das Projektgebiet Vogtland-Nord umfasst unter anderem Teile von Plauen. Den Zuschlag für den Ausbau in den Wohngebieten und im Industriegebiet Oberlosa erhielten die Stadtwerke Strom Plauen. Der örtliche Strom- und Multimedianbieter wird in den nächsten zwei Jahren 10 Millionen Euro, bei siebzig Prozent Förderquote, investieren und etwa 3.500 Haushalte und 500 Gewerbeeinheiten erschließen. Dafür werden 130 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Dreiviertel der Anschlüsse werden mit der Technologie FTTH realisiert, das heißt das Glasfaserkabel endet im Eigenheim des Kunden am Teilnehmeranschluss. Mehrfamilienhäuser werden per FTTB, das bedeutet "Glasfaser bis zum Gebäude", an das Breitbandnetz angebunden.

Glasfaser bis ins Haus ermöglicht die Nutzung von Standardprodukten mit Datenübertragungsraten bis zu 500 Megabit pro Sekunde im Download und bis zu 200 Megabit im Upload, auf Wunsch bieten Stadtwerke Strom Plauen auch Gigabit-Produkte an, die Datenübertragungsraten bis zu 1 Gigabit pro Sekunde im Download und bis zu 500 Megabit im Upload ermöglichen. Auch für die Wirtschaft ist der Glasfaserausbau, der symmetrische Anschlüsse mit Datenübertragungsraten von bis zu 10 Gigabit ermöglicht, ein wichtiger Standortfaktor, in einer Welt, in der ein schneller Datenaustausch unverzichtbar ist.

„Die Verlegung des Glasfaserkabels auf dem Hausgrundstück und der Anschluss des Gebäudes an das Glasfasernetz erfolgen selbstverständlich nur bei Zustimmung des Eigentümers und sind kostenfrei“, sagt Kober weiter. Alle Hauseigentümer im Fördergebiet erhalten im Herbst 2018 ein gemeinsames Schreiben der Stadt Plauen und der Stadtwerke mit einer Grundstücksnutzungsvereinbarung und weiteren Informationen. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2019 geplant und erfolgt schrittweise. Mit einer Fertigstellung des Glasfaserausbaus ist in 2020 zu rechnen. Beginnen werden die Stadtwerke Strom Plauen mit der Erschließung des Gewerbegebietes Oberlosa.

"Wir freuen uns, dass wir den Zuschlag für den Glasfaserausbau in der Spitzenstadt erhalten haben", erzählt Kober. Das Unternehmen investiert seit 2016 in moderne Breitbandinfrastrukturen und hat bereits weite Teile der Plauener Innenstadt erschlossen. „Diesen Weg wollen wir nun fortführen, um Plauen flächendeckend für die Zukunft zu rüsten“, resümiert Kober.

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